Kryptisches Weinvokabular: Was Fachbegriffe bedeuten Teil 2

Kryptisches Weinvokabular: Was Fachbegriffe bedeuten Teil 2

Obwohl für den Laien oft rätselhaft, hat die Fachsprache der Weinkenner, Weinerzeuger und Sommeliers nicht nur eine lange Tradition, sondern dient auch dazu, Sinnesempfindungen sowie handwerkliche Aspekte des Weinbaus besonders präzise zu beschreiben. Wo unserer Alltagssprache oft die Worte fehlen, um Geschmack, Geruch und andere Weinbesonderheiten genauestens zu beschreiben, setzt die Weinsprache an. Auch für Weinliebhaber kann es hilfreich sein, einige Wörter dieses „Wein-Vokabulars“ zu beherrschen, um sich noch besser über ihr Lieblingsgetränk austauschen zu können.

Im Folgenden ist Teil 2 der wichtigsten Fachbegriffe kurz dargestellt:

Ausbau:

Unter dem Ausbau eines Weines versteht man alle Tätigkeiten des Winzers, die von Gärung des Weines bis hin zu seiner Abfüllung in Flaschen stattfinden. Eine bestimmte Rebsorte kann auf ganz unterschiedliche Weise ausgebaut werden und sich entsprechend von Wein zu Wein auch sehr unterschiedlich präsentieren.

Ausgewogenheit:

Wenn ein Wein ausgewogen ist, ist von einem Wein mit einem guten Verhältnis aus Süsse und Säure die Rede. Bei Rotwein spielt auch die Gerbsäure eine Rolle.

Blume/Bouquet:

Diese beiden Begriffe bezeichnen den Duft bzw. die Summe aller Duftstoffe eines Weines. Der Duft des Weines beeinflusst das Geschmacksempfinden entscheidend mit. Ein Wein kann bouquetreich oder auch bouquetarm sein.

Coupage:

Bezeichnet das Mischen mehrere Weine, die nicht den gleichen Ursprung haben. In deutscher Sprache wird dieser Vorgang auch „Verschneiden“ genannt. Die Coupage muss keine minderwertigen Weine hervorbringen und ist in vielen Ländern üblich.

Dekantieren:

Bei diesem Vorgang wird Wein aus der Flasche in ein anderes Gefäss, oft eine bauchige Karaffe, umgefüllt. Das Dekantieren soll den Wein von einem unerwünschten Bodensatz (Depot) trennen. Häufig wird der Begriff jedoch auch für das Belüften eines Weines, also das in Kontakt bringen mit Sauerstoff, verwendet. Dieser Vorgang heisst jedoch eigentlich Karaffieren.

Finesse:

Dieser Begriff meint die Wohlstrukturiertheit eines Weines und beschreibt einen feinen, ausgewogenen Gesamteindruck aus Geschmack und Duft.

Fruchtig:

Insbesondere junge Weine schmecken oft fruchtig. Sie erinnern in Geschmack und Duft an frisches Obst.

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